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Kunststoffe durch Hanf ersetzen

Bericht von Hanf-Magazin

www.hanf-magazin.com 

Schon die Erfindung und Förderung neuer Antriebe, wie beispielsweise beim Elektroauto sind darauf zurückzuführen, dass dem Menschen bewusst ist, dass die Ölreserven der Erde begrenzt sind. Leider jedoch ist das nicht das einzige Problem im Zusammenhang mit den Kunststoffen. In den daraus hergestellten Alltagsprodukten sind außerdem auch umweltschädigende Substanzen wie Weichmacher oder Lösungsmittel enthalten. Die Integration von Hanf in die Herstellung von Ersatzmaterialien für die Kunststoffe löst also gleich mehrere Probleme.

 

Plastik aus Hanf gegen den Treibhauseffekt

Seit einigen Jahren erlebt die Hanfpflanze eine Renaissance. Durch die Legalisierung von Cannabis wird der Pflanze das Stigma genommen. Dadurch wiederum werden zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten für die verschiedenen Teile der Pflanze wiederentdeckt oder neu erfunden. Hanfplastik ist eine davon. Die Faser, aus der man die biologisch abbaubaren Kunststoffe herstellen kann, wird aus den Stängeln gewonnen, die zum Großteil aus Zellulose bestehen. Schon während des Wachstums weist Hanf eine negative CO2-Bilanz auf. Bereits in diesem Zeitraum tut die Pflanze der Umwelt und damit uns einen Gefallen. Hanf bindet also CO2 und setzt Sauerstoff frei. Das wirkt der Erderwärmung, dem sogenannten Treibhauseffekt, entgegen. Die Herstellung petrochemischer Kunststoffe dagegen bedeutet einen Ausstoß von CO2 und anderen giftigen Stoffen.

 

Beispiele für den Einsatz von Hanfplastik

Wer glaubt, dass Kunststoffe, die mit Hanffasern produziert sind, eine Erfindung der jüngeren Vergangenheit sind, der irrt. Hanf war ein Bestandteil der allerersten Kunststoffe. Schon Henry Ford nutzte 1941 das Material für die Automobilherstellung. Er produzierte damit eine Karosserie aus einem Hanfkomposit. Heute ist die Hanfpflanze wieder salonfähig und man findet Hanfplastik in vielen Produkten des Alltags. CD-Hüllen, Musikinstrumente und manche Elektrogeräte enthalten Hanffasern, wenn auch längst nicht genug. Ein weiteres schönes Beispiel ist ein Hanf-Laptop-Koffer, den man bei Hanfhaus erwerben kann. 

 

Der Laptop-Koffer aus Hanf-Komposit

Der Hanf-Laptop-Koffer besteht aus einem Hanf-Komposit-Material. 30 Prozent sind Hanf, 20 Prozent Kenaf (botanischer Name Hibiscus Cannabinus – tropisches oder subtropisches Malvengewächs, aus dem Fasern und Öl gewonnen werden) und 50 Prozent sind Polypropylen. Das ist zwar ein Kunststoff, doch Polypropylen gilt als weniger schädlich für Gesundheit und Umwelt, da es keine Weichmacher enthält und trotzdem elastisch ist. Das Erscheinungsbild verdankt der Koffer übrigens auch dem Hanf, da die Fasern im Material deutlich sichtbar sind. Ein praktisches und umweltbewusstes Produkt mit einer ansprechenden Optik für Hanf-Fans. Ein schönes Beispiel für die Nutzung von Hanf als Ersatzmaterial für herkömmliche Kunststoffe, von denen die Welt noch mehr braucht.

 

 

 

 

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